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		<title>Für die Astrologie eine Lanz(e) brechen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 00:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dean Coontz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Elizabeth Teissier]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Lanz]]></category>
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		<description><![CDATA[Markus Lanz wird Thomas Gottschalks Nachfolger bei «Wetten, Dass..?». Wie in den letzten Tagen herausgesickert ist, gilt es lediglich noch Formalitäten zu bereinigen, bevor die offizielle Bekanntgabe der Moderations-Übernahme erfolgt. Und wer hats erfunden? Eine Schweizerin! Nachdem monatelang über die Gottschalk-Nachfolge spekuliert wurde, hätte man am 14. Dezember 2011 nur der Astrologin Elizabeth Teissier zuhören [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Markus Lanz wird Thomas Gottschalks Nachfolger bei «Wetten, Dass..?». Wie in den letzten Tagen herausgesickert ist, gilt es lediglich noch Formalitäten zu bereinigen, bevor die offizielle Bekanntgabe der Moderations-Übernahme erfolgt.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Und wer hats erfunden? Eine Schweizerin!</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Nachdem monatelang über die Gottschalk-Nachfolge spekuliert wurde, hätte man am 14. Dezember 2011 nur der Astrologin Elizabeth Teissier zuhören müssen. Teissier prophezeite damals in Markus Lanz` gleichnamiger Talkrunde, dass dieser «zwischen Mai und September eine neue Sendung haben werde». Daraufhin hakte Lanz &#8211; der in den Sendeminuten zuvor Teissiers Analysen abschätzig mit Augenrollen und Faxen lächerlich zu machen versuchte &#8211; nach: «Meinen Sie irgendwas mit Wetten?».</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Er konnte sich vor Lachen kaum mehr einkriegen und das Publikum tat es ihm gleich. Als er dann wieder Worte fand, umschrieb er für die «Wetten, Dass..?»-unkundige Elizabeth Teissier das Szenario folgendermassen: «Das ist eine Sendung in Deutschland, die keiner haben will». Besser hätten wir es auch nicht ausdrücken können..!</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Vor allem aber wird es eine Sendung werden, die keiner (unter 70) mehr sehen will. Denn wie die Show ablaufen wird, ist bereits jetzt so klar wie langweilig. Hier vorab exklusiv ein Einblick in das Skript zur ersten «Wetten, Dass..?»-Sendung unter Markus Lanz:<br />
Lanz begrüsst Publikum und Zuschauer und findet wie immer «heute haben wir wieder eine besonders interessante Runde beisammen».</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Im Verlaufe des Abends unterbricht Lanz &#8211; sich in pseudo intellektuell-witzigen Wahn befindend &#8211; mindestens einmal einen Gast um ihm seine Lieblingsfloskel «So nach dem Motto, wer bin ich und wenn ja wieviele?» unterzuschieben. Während er sich wieder einzukriegen versucht, gluckst er die Worte «Ach, herrlich!». Später plaudert er dann noch Anekdoten aus, die er mit seinen zahlreichen Promi-Freunden erlebt hat («Neulich sass ich mit Karl Lagerfeld zusammen, da hat er mir was Wunderbares erzählt: «[imitiert Lagerfelds Stimme]»). Was auch nicht fehlen darf, ist zu erwähnen, in welchen entlegenen Gebieten der Erde, er den Auslöser seines Fotoapparats betätigt hat. So kann man sich auf Sätze gefasst machen wie: «Als ich in der Antarktis (wahlweise ersetzbar mit &#8220;Arktis&#8221;, &#8220;Atacama-Wüste&#8221;, &#8220;Region um den Mount Everest&#8221;)  fotografieren war&#8230;».</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Auf Gottschalk folgt nun also ein weiterer Selbstdarsteller, jedoch ohne dessen Bissigkeit und Selbstironie. Dafür bereitet er sich gewissenhafter auf seine Gäste vor, schliesslich liest er auch immer schön brav das Buch jedes Gastes, wie er gerne subtil zu verstehen gibt («Ein tolles Buch wie ich finde&#8230;»).</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p><iframe width="580" height="423" src="http://www.youtube.com/embed/6FZpDBW7X6w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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		<title>Post vom Staatsanwalt</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 17:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Blue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutungslos.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Editionsverfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Klage]]></category>
		<category><![CDATA[Natascha Knecht]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Unbekannt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war ein ereignisreiches Jahr. Es ist viel passiert. Mit uns, mit euch, mit der Welt. Wir haben angefangen zu bloggen, wir haben fast damit aufgehört und irgendwo dazwischen haben wir Post vom Staatsanwalt bekommen. Ich dreh den Schalter nochmal auf Anfang. Wir schreiben den 9. April 2011&#8230; Bedeutungslos.ch entsteht in einigen Nachtschichten. Wir sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein ereignisreiches Jahr. Es ist viel passiert. Mit uns, mit euch, mit der Welt. Wir haben angefangen zu bloggen, wir haben fast damit aufgehört und irgendwo dazwischen haben wir Post vom Staatsanwalt bekommen. Ich dreh den Schalter nochmal auf Anfang. Wir schreiben den 9. April 2011&#8230;</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Bedeutungslos.ch entsteht in einigen Nachtschichten. Wir sind aufgeregt und auf der Suche. Auf der Suche nach Inspiration, nach einem Stil, nach Themen, nach Lesern und nach vielem mehr. Wir merken, was es bedeutet zu bloggen und wissen doch nicht wo es hingeht. Wir schreiben einfach mal in die Welt hinaus. Oft satirisch, ironisch und kritisch. Ob das wohl irgendjemanden interessiert? Ob uns jemand liest, gar antwortet? Über die Kontakt-Adresse im &#8220;About&#8221; Bereich schreibe ich ihre möglichen Verwendungszwecke: Lob, Kritik, Verbesserungsvorschläge, Drohungen, Unterlassungsklagen, Liebesbriefe und Abwerbungsversuche. Die Übertreibung lässt mich lächeln. Ich erwarte vor allem Spam.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Am 27. Juni schreibt Topin Amour einen <a href="http://www.bedeutungslos.ch/2011/06/natascha-und-die-fettwurste/" target="_blank">Beitrag</a> über die Outdoor Bloggerin des Newsnet Natascha Knecht. Anlass ist einer ihrer <a href="http://blog.bazonline.ch/outdoor/index.php/10823/sogar-profi-fussballerinnen-haben-cellulite/" target="_blank">Artikel</a>, in dem sie über übergewichtige Menschen und ihre «Fettberge», «Fett-» und «Speckwürste» schreibt. Wir meinen etwas ironisch: Diese Art würde gut zu uns passen. Quasi ein Aufruf zur Kooperation. Ausserdem verlinken wir auf einen Artikel eines anderen Blogs, der zugegebenermassen kein gutes Haar an unserer Freundin Natascha Knecht lässt. Jedoch unser Interesse an ihrer Person selbstverständlich verstärkt. Frau Knecht kontaktiert uns nicht. Wir sind etwas traurig.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: center;">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/2840/«transsibiria»-–-pure-plaisirkletterei/"><img class="size-large wp-image-2528 " style="border: 1px solid black;" src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/06/1x-500x298.jpg" alt="" width="500" height="298" /></a><span style="font-size: 11px; line-height: 17px;"><em>Natascha Knecht beim Klettern. Quelle: Tagi.ch</em></span></dt>
</dl>
</div>
<p>Knapp 2 Monate später kriegen wir eine ernste Mail an unsere Kontaktadresse. Absender ist die Tamedia, die sich gar nicht erfreut zeigt über den Knecht Artikel. Es wird uns mitgeteilt, dass die Tamedia gegen den von uns im Artikel verlinkten Blog rechtlich vorgehen würde und wir werden mit Nachdruck gebeten alle diffamierenden Inhalte und die Verlinkung zu löschen. Verwundert überprüfen wir unseren Artikel, löschen die Verlinkung und einen Kommentar, der leicht über die Stränge schlägt. Darauf wird uns von der Gegenseite für unser rasches Handeln gedankt. Die Sache ist für uns abgeschlossen.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Mitte Dezember, fast 4 Monate nach der Mail von Tamedia und der Anpassung des Artikels, flattert ein Brief der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl in meinen Briefkasten. Der erste Schock vergeht mit jeder gelesenen Zeile. Es handelt sich um eine Strafanzeige wegen Ehrverletzung gegen Unbekannt. Und somit ist nicht unser Artikel und wir als Urheber Grund der Anklage, sondern ein Kommentar, der auf Bedeutungslos.ch abgegeben wurde. Ich werde aufgefordert, die IP des Verfassers herauszugeben. Es handelt sich um den einen Kommentar, den wir aufgrund der Aufforderung der Tamedia vor 4 Monaten gelöscht und dieses Vorgehen entsprechend mitgeteilt hatten. Somit wurde auch die IP gelöscht und wir können rein technisch keine Angaben zum Urheber machen. Der Kommentar bestand aus 2 Sätzen.</p>
<div id="attachment_5401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://www.bedeutungslos.ch/2011/12/post-vom-staatsanwalt/brief/" rel="attachment wp-att-5401"><img class="size-large wp-image-5401" title="Brief" src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/12/Brief-500x261.jpg" alt="" width="550" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">Der Brief der Staatsanwaltschaft Zürich.</p></div>
<p>Natürlich haben wir umgehend auf den Brief geantwortet und die Sache erklärt. Seitdem haben wir keine Post mehr bekommen. Ich erwarte die Antwort in ungefähr 3 Monaten.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Wer hinter der Editionsverfügung steckt, lässt sich dem Brief nicht entnehmen und natürlich wollen wir keine Namen nennen. Aber wir danken der Tamedia und besonders Natascha Knecht für diesen kleinen juristischen Exkurs. Für das Aufzeigen unserer Unwissenheit, nämlich welchen kleinsten Lappalien die Staatsanwaltschaft bereits nachgeht. Ein geradezu investigativer Beitrag für das Wohl der Allgemeinheit. Wie es sich für eine Journalistin ihres Formats gehört. Und natürlich danken wir für die vielen Lacher und das Kopfschütteln, das wir mit dieser Geschichte geerntet haben. Wir wünschen Ihnen, liebe Frau Knecht, ein schönes neues Jahr und die Musse, ihre Energie wieder in wichtigere Dinge zu stecken.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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		<title>Ein letztes Mal</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 22:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dean Coontz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutungslos.ch]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltuntergang Planet X]]></category>

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		<description><![CDATA[Esoteriker und Wissenschaftler mit Hang zu esoterischen Interpretationen behaupten, dass am 21.12.2012 eine Katastrophe die Erde grundlegend verändern werde, gemeinhin wird das Szenario als «Weltuntergang» bezeichnet. Ihre Thesen stützen sie auf den Kalender der Maya, der am 21.12.2012 ausläuft. Bedeutet das, jeder nun kommende Tag wird wird der letzte seines Datums sein? Ein letztes Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Esoteriker und Wissenschaftler mit Hang zu esoterischen Interpretationen behaupten, dass am 21.12.2012 eine Katastrophe die Erde grundlegend verändern werde, gemeinhin wird das Szenario als «Weltuntergang» bezeichnet. Ihre Thesen stützen sie auf den Kalender der Maya, der am 21.12.2012 ausläuft. Bedeutet das, jeder nun kommende Tag wird wird der letzte seines Datums sein? Ein letztes Mal Silvester, Ostern und 1.-August-Feier?</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Vor ein paar Jahren habe ich mich eingehend mit dem Kalender der Maya beschäftigt, worauf untenstehender Text entstanden ist. Anlässlich des heutigen Tages und des Umstands, dass unser Blog die Anfänge seines eigenen Untergangs wohl leider bereits erfahren hat (wir geloben Besserung betreffend Erhöhung der Schreib-Frequenz!), habe ich die Zeilen von anno dazumal aufs Neue hervorgekramt. Ob wir in X &#8211; 366 Tagen in eine höhere Dimension eintreten werden,  gar die Welt untergehen wird oder wir uns am 22.12.2012 vielleicht doch noch einmal mit Vorweihnachtsstress herumschlagen müssen, sollt ihr nun erfahren…</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Beginnen möchte ich mit ein paar grundlegenden Informationen zum Kalender der Maya. Dieses autochthone Volk Mittelamerikas kannte anfänglich zwei unterschiedliche Kalender-Systeme. Zum einen den <em>Tzolkin</em> (religiöser Kalender) und den <em>Haab</em> (ziviler Kalender). Die Zahlen 13 &#038; 20 waren laut den Maya magische Zahlen. Deshalb besteht ein Jahr im Tzolkin-Kalender aus 260 Tagen (13 Monate à 20 Tage). Im Haab-Kalender enthält ein Jahr 365 Tage. Das Problem jedoch ist, dass sich ein bestimmtes Datum nicht eineindeutig einem einzigen Tag in der Weltgeschichte zuordnen lässt, sondern sich alle 52 Haab-Jahre (Jahre wie wir sie kennen) wiederholt. Ein Beispiel: Der gleiche Tag lässt sich als «7 Yax» im Haab-Kalender (besteht aus 18 Monaten à 20 Tagen &#038; 1 Monat à 5 Tagen) und als «9 Muluc» im Tzolkin-Kalender bezeichnen. Dieselbe Kombination wiederholt sich jedoch wie gesagt alle 52 Jahre und deshalb kann man das Datum nicht zweifelsfrei zuordnen, denn es könnte einen Zeitpunkt vor 52 Jahren oder einen in 52, 104, 156 etc. Jahren definieren.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Um dieses Problem zu beheben erfanden die Maya das sogenannte «Long Count» System. Dieses basiert auf 5 Stellen à 20 Einheiten (resp. weist die erste Stelle vermutlich nur 13 Einheiten auf und die zweitletzte Stelle sicher nur 18 Einheiten). Die Zeitrechnung fängt bei 0.0.0.0.0 an und endet bei 13.0.0.0.0., das mit 0.0.0.0.0. gleichzusetzen ist. Ein Tag könnte z.B. 3.9.13.17.19 lauten, der gefolgt wird von 3.9.14.0.0. Als Beginn der Maya`schen Zeitrechnung (0.0.0.0.0.) haben die Forscher den 11. August 3114 v. Chr. festgelegt (gregorianischer Kalender, zurückgerechnet von bekannten Daten). Hier zeigt sich aber bereits das erste Problem, was den Weltuntergang am 21.12.2012 anbelangt, denn wenn dieses Startdatum nicht korrekt ist, dann ist logischerweise auch alles Nachfolgende hinfällig!</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Doch gehen wir mal davon aus, dass der Nullpunkt korrekt berechnet wurde. Dann sollte die erste Stelle im Long Count System doch eigentlich, wie drei der fünf anderen, auch bis zur 20 führen, bevor das ganze System wieder bei 0 anfängt. Weil die Maya jedoch kein Datum mit einer Zahl über 12 an erster Steller überliefert haben, gehen die Maya-Experten einfach davon aus, dass das System bereits nach dem 12.19.19.17.19. Tag sich in 13.0.0.0.0. (0.0.0.0.0.) umwandelt. Doch auch das nur Spekulation. Aber nehmen wir mal an, dass der Nullpunkt der Maya`schen Zeitrechnung auf den 11. August 3114 v. Chr. datiert werden kann und das System auch nur bis 13.0.0.0.0. reicht. Dann wäre das Ende des Systems also rund 1`872`000 Tage nach dessen Start erreicht (13×20&#215;20×18&#215;20 Tage). Das Ende dieser Ära wurde von vielen Forschern berechnet, wobei es unterschiedliche Meinungen gibt und selbst die Wissenschaftler immer wieder andere Standpunkte einnehmen. Die weitverbreitetste Ansicht: Der 23. Dezember 2012 markiert das Ende des Kalenders (nicht der 21., da der Kalender laut ihrer Auffassung erst am 13. August 3114 v. Chr. seinen Anfang nahm).</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Nun gut, wir sind auf viele Unbekannten gestossen. Es ist nicht einmal sicher, dass die erste Ziffer im Long Count System bei 13.0.0.0.0. wieder auf 0.0.0.0.0 springt. Es kann auch möglich sein, dass es die Ziffern 13-20 gibt, wie an den meisten übrigen Stellen auch. Das ist halt das Problem, wenn man sich quasi noch im ersten Durchlauf des Systems befindet und keine Erfahrung hat, wie ein Übergang sich abspielen wird. Das Einzige was meines Erachtens klar ist, ist, dass dieses Long Count Kalender System &#8211; wie seine beiden Vorgänger ebenfalls &#8211; nicht perfekt ist, sondern nur 5125 Jahre (1`872`000 Tage) anhält, bevor es wieder bei 0 beginnen muss.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Kommen wir zurück auf den Gedanken, dass am 21.12.2012 (resp. 23.) die Welt untergehen wird. Selbst wenn die Berechnungen stimmen und an diesem Tag der Maya-Kalender ausläuft, dann ist der Begriff «Apokalypse der Erde» viel zu hoch gegriffen. Wie kann man davon ausgehen, dass die Welt untergehen muss, wenn der Kalender eines Volks, das in Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador angesiedelt ist, sein Ende findet? Ein Volk, das noch nicht einmal wusste, dass eine Welt ausserhalb ihrer bekannten Gefilde existiert. Ein Volk, das mit Landwirtschaft und Religion beschäftigt war und für das es eine Katastrophe &#8211; ja gar ein &#8220;Weltuntergang&#8221; war &#8211; wenn ein Hurrikan oder Überschwemmungen ihre Nahrungsmittel und Wohnmöglichkeiten auf einen Schlag vernichteten.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Es scheint so, als könnten wir uns noch auf weitere Olympiaden, Fussball-Europameisterschaften und US-Präsidentschaftswahlen freuen&#8230;</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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		<title>Arrogant. Und das zu Unrecht.</title>
		<link>http://www.bedeutungslos.ch/2011/11/arrogant-und-das-zu-unrecht/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 19:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Topin Amour</dc:creator>
				<category><![CDATA[Es nennt sich Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Reda El Arbi]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>

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		<description><![CDATA[«Arrogant. Und das zu Recht.» Unter diesem Slogan hat Reda El Arbi, Allesausprobierer und bekennender Narzisst, im letzten Jahr das Satiremagazin HauptStadt lanciert. Der Inhalt: pompöse Züri-Lobhudelei und gekonntes Scheiss-auf-den-Rest-der-Welt-Bashing. Klingt abgedroschen, war aber ganz gut. Zumindest sechs Ausgaben lang. Dann ist das Geld ausgegangen. Bereits die 6. Ausgabe hat sich verzögert. Per Mail hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-5327" style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/11/4945710625_4ea218b508.jpeg" alt="" width="500" height="150" /></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<p>«Arrogant. Und das zu Recht.» Unter diesem Slogan hat Reda El Arbi, Allesausprobierer und bekennender Narzisst, im letzten Jahr das Satiremagazin <em>HauptStadt</em> lanciert. Der Inhalt: pompöse Züri-Lobhudelei und gekonntes Scheiss-auf-den-Rest-der-Welt-Bashing. Klingt abgedroschen, war aber ganz gut. Zumindest sechs Ausgaben lang. Dann ist das Geld ausgegangen. Bereits die 6. Ausgabe hat sich verzögert. Per Mail hat El Arbi die Leserschaft informiert:</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<p><em>«grund dafür ist eine neustrukturierung und refinanzierung des verlags. kurz, ich organisiere mehr geld, weil sich mein privatvermögen mit dem herausgeben des magazins, das noch immer mehr geld verschlingt als einbringt, in luft aufgelöst hat.</em> <em>naja, ich hab schon geld für dümmeres zu fenster hinausgeworfen.</em> <em>das magazin hat innert kürzester zeit mehr abonnenten generiert, als jedes andere schweizer monatsmagazin in den letzten zehn jahren. leider fürchten sich aber die anzeigenkunden noch, in einem satirischen umfeld zu inserieren. aber auch das werden wir wohl noch lösen.»</em></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<p>Was nichts Gutes versprach, sollte sich bereits kurze Zeit später als Anfang vom Ende herausstellen. Trotzdem, ein kleiner Hoffnungsschimmer blieb, als El Arbi einen guten Monat später die Restrukturierungsmassnahmen verkündete:</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<p><em>«</em><em>Wir mussten den verlag etwas umgestalten, da wir mit dem Heft und den Abos alleine einfach zuwenig Kohle machten. Jetzt gibts den Verein &#8220;Hauptstadt&#8221;, wo sich alle unsere Fans sammeln und uns unterstützen, damits uns noch lange gibt.<em>»</em></em></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<p>Die abenteuerliche Strategie ist nicht aufgegangen. Nach der 6. Ausgabe ist kein weiteres Heft mehr erschienen. Nur dank dem leeren Briefkasten haben die Abonnenten erfahren, dass es offenbar nicht weitergeht. Der letzte Eintrag auf der <a href="http://www.facebook.com/pages/HauptStadt/138913759481558?sk=wall">Facebook-Seite</a> stammt vom 18. Mai: <em>«los, ab an den kiosk und das neue heft kaufen! das ist ein befehl!»</em> Um keine Unwahrheiten zu verbreiten, würde ich gerne nachschauen, was ich für das Jahresabo bezahlt habe. Nur geht das leider nicht, weil die URL (<a href="http://hauptstadt-magazin.ch/">hauptstadt-­magazin.­ch</a>) tot ist. Sicher weiss ich: Es waren weniger als 100 Stutz. Aber es geht auch gar nicht ums Geld, das ich nicht wieder sehen werde. Viel mehr bedaure ich, dass ein Projekt, das mit soviel Herzblut lanciert wurde und einen echten Mehrwert für die Schweizer Presselandschaft geschaffen hat, bereits wieder verschwunden ist.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<div id="attachment_5328" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><img class="size-large wp-image-5328" style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/11/163719_170649806307953_138913759481558_340151_3616642_n-500x446.jpg" alt="" width="350" height="312" /><p class="wp-caption-text"><em>Schweigt für einmal: Reda El Arbi.</em></p></div>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
<p>Dennoch: Etwas mehr Eier hätte ich mir von Chefredaktor Reda El Arbi schon erhofft. Wer sein Baby so aggressiv gebärt, darf es nicht im Stillen verrecken lassen. Zumal nicht, wenn er neuerdings eine Kommunikationsagentur (<a style="text-align: -webkit-auto;" href="http://www.sein-schein.ch/">SeinSchein</a><span class="Apple-style-span" style="text-align: -webkit-auto;">) mitführt. Wichtiger als der Schein ist zunächst mal, dass man überhaupt </span><em style="text-align: -webkit-auto;">ist</em><span class="Apple-style-span" style="text-align: -webkit-auto;">.</span></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 2.0em;"><br/></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Die doppelte Märchenstunde</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 21:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Blue</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz egal wie sehr sich die Welt auch bemüht. Sie ist letztlich doch nicht so verschieden wie sie immer tut. In den Büros des grossen Hollywood geht es nicht anders zu und her, als hinter den Fleischtheken des heimischen Detailhändlers. An beiden Orten werden alte Produkte, beziehungsweise Geschichten hervorgekramt, kurz neu angestrichen und im überarbeiteten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz egal wie sehr sich die Welt auch bemüht. Sie ist letztlich doch nicht so verschieden wie sie immer tut. In den Büros des grossen Hollywood geht es nicht anders zu und her, als hinter den Fleischtheken des heimischen Detailhändlers. An beiden Orten werden alte Produkte, beziehungsweise Geschichten hervorgekramt, kurz neu angestrichen und im überarbeiteten Gewand als frisch verkauft. Die Kulturindustrie steht der Charcuterie in nichts nach.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Das Neuverpacken von altem Stoff nennt man im Filmbusiness ein Remake. Und Remakes hängen am Film wie die Doppel-Null an James Bond. Es scheint nicht genügend Ideen auf dem Markt zu geben, um ein Jahr ohne Neuauflagen oder Interpretationen zu füllen. Als wäre die besten Stoffe, diejenigen, die unter der dicken Staubschicht kaum mehr zu erkennen sind. Märchen zum Beispiel, die sich durch die Generationen gewühlt und bewährt haben. Ein Genre, das von den Produzenten gerade wiederentdeckt wird. Anfang des Jahres zog ein Mädchen mit vollen Lippen durch den Wald, ihr goldenes Haar bedeckte sie mit einer roten Kapuze und ein Wolf spielte auch eine gewisse Rolle. Rotkäppchen im Wischiwaschi-Twillight-Stil war kaum auszuhalten.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p><iframe width="550" height="309" src="http://www.youtube.com/embed/Hv44VD_cdnM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p>Nun wird die freie Neuinterpretation von Märchen jedoch  im Frühjahr 2012 auf eine groteske Spitze getrieben. Als wären April und Mai die grimmschen Monate, kommt innerhalb von nur wenigen Wochen gleich zweimal Schneewittchen auf die grosse Leinwand. Warum zum Teufel sollte man sich eine Geschichte, die man sowieso schon in und auswendig kennt, in so kurzer Zeit zweimal in verschiedenen Fassungen anschauen? Liebe Film- und Marketingtypen, da kommt in dieser Richung jahrelang kaum etwas und dann zweimal die gleiche Geschichte in knapp zwei Monaten? Bietet das Jahr keinen Platz für eine kleine Verschnaufpause von bösen Königinnen und schwarzem Wellenhaar? Ach, kommt schon.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Aber um fair zu bleiben, individuell betrachtet, kann man sich durchaus freuen. Die Trailer versprechen spassige Unterhaltung und hübsche Bilder. Lassen wir zuerst Julia Roberts in den Spiegel schauen. Sehen wird sie eine bitterböse Königin im Romantic-Comedy-Gewand. Eigentlich ja ganz nett: «Mirror Mirror».</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p><iframe width="550" height="309" src="http://www.youtube.com/embed/kpLVO396eHs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p>In welchem Stil könnte man die Geschichte noch erzählen? Wie wäre es mit einem epischen Schwert-auf-Schild-Fantasy-Abenteuer in Herr-der-Ringe-Optik? Kein Problem, hier kommt «Snow White and the Huntsman». Kristen Stewart und Charlize Theron im Kampf Gut gegen Böse. Sieht optisch gewaltig aus und das obligatorische und äusserst atmosphärische «Mirror, mirror on the wall» (als würde mans sonst nicht erkennen) von Theron schürt bei mir grosse Erwartungen. Könnte aber auch Trailer-Blenderei sein, die überdrehten Kitsch à la «Alice im Wunderland» verdeckt.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p><iframe width="550" height="309" src="http://www.youtube.com/embed/TQpjx8Pl-Io" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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		<title>Die Sportart der Neuzeit</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 20:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Blue</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einigen Lebensbereichen zählt nur eine Zahl und die kann einfach beziffert werden. Es geht nur um die Nummer 1. Es geht darum Erster zu sein. Nicht zweiter oder fünfter, sondern Erster. Dass dieses Denkmuster jeden Spitzensportler antreibt, wie Doping die Beine von Radrennfahrern, wusste schon Boris Becker und wahrscheinlich bereits die alten Griechen. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einigen Lebensbereichen zählt nur eine Zahl und die kann einfach beziffert werden. Es geht nur um die Nummer 1. Es geht darum Erster zu sein. Nicht zweiter oder fünfter, sondern Erster. Dass dieses Denkmuster jeden Spitzensportler antreibt, wie Doping die Beine von Radrennfahrern, wusste schon Boris Becker und wahrscheinlich bereits die alten Griechen. So pflanzten sie in weiser Voraussicht auf die Verfettung der Menschheit den olympischen Gedanken als systemerhaltende Gegenmassnahme ins kollektive Bewusstsein. Wie unzufrieden wäre denn heute die vom Talent verschonte Masse, wenn es wie in überfüllten Zügen nur um einen Platz ginge? Mitzufahren reicht doch meistens.<br />
<div id="attachment_5270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://www.bedeutungslos.ch/2011/11/die-sportart-der-neuzeit/iphone-bestellung/" rel="attachment wp-att-5270"><img src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/11/iphone-bestellung-e1321216389131.jpg" " style="border: 1px solid black;" alt="" title="" width="550" height="183" class="size-full wp-image-5270" /></a><p class="wp-caption-text">Meine iPhone 4S Bestellung. Ich war auch schon schneller.</p></div>Jedoch gibt es eine moderne Disziplin, die für so manchen ehrgeizigen Menschen alle Sportarten abgehängt hat. Der längst etablierte Gadget-OL im Technik-Wald. Nirgendwo wird in der heutigen Zeit in einer solchen Masse und mit solcher Hingabe danach gestrebt, vor den Anderen zu sein. Die Geeks und Nerds von gestern stehen sich in der Kälte von heute für das Gerät von morgen ihre Beine in den Boden. Immer auf der Jagd nach dem einen Megapixel mehr, einer weiteren Dimension, einer revolutionären Funktion. Auf der Suche nach dem nächsten Produkt, das sich die Mehrheit noch längst nicht kaufen würde, aber kurz vorbei schaut, um es sich anzusehen. Getrieben von der Macht der Neuheit.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Natürlich müssen die Ambitionierten am Ball bleiben, sonst sind sie schon bald das Myspace in ihrem Freundeskreis. Denn technische Neuheiten bringen heute soziale Anerkennung und machen cooler als die Biese. Nur sind sie nicht von langer Dauer. Der Markt spukt täglich mit neuem Schnickschnack um sich, in der Hoffnung, dass die Innovatoren unüberlegt ihre alten Kinder verstossen und die vermeintliche Zukunft adoptieren. Der Grossteil jedoch ist schnell wieder Vergangenheit.<br />
<div id="attachment_5271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://www.bedeutungslos.ch/2011/11/die-sportart-der-neuzeit/innovation_diffusion/" rel="attachment wp-att-5271"><img src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/11/innovation_diffusion-e1321216128902.png" alt="" title="innovation_diffusion" " style="border: 1px solid black;" width="550" height="186" class="size-full wp-image-5271" /></a><p class="wp-caption-text">Die Diffusionskurve von Innovationen. Zur welchen Gruppe gehörst du?</p></div> Das Paradoxe am nie endenden Run der Neuzeit: Hat sich ein Produkt durchgesetzt und ist in den Mainstream diffundiert, erlischt die Aufregung der Läufer, die längst im Ziel waren. Ich weiss noch wie ich am ersten Tag stundenlang fürs iPhone 3G angestanden bin und mich der irrationalen Vorfreude hingegeben habe. Vermeintlich zur technischen Avantgarde zu gehören, ist ein Kick, der einem die Sinne vernebelt. Ein bisschen wie der Spitzensportler, der gerade zur Nummer 1 der Welt gekürt worden ist, wird das Gadget zur persönlichen Trophäe. Obwohl es immer tausende gibt, die sich gleich fühlen. Dieser Umstand wird einem erst bewusst, wenn sich Wochen und Monate später der hinterletzte Mondbewohner vom selben Stück Plastik verführen lässt. Dann bleibt nur die Suche nach dem nächsten heissesten Scheiss und die altbekannten Worte: &#8220;Ich hatte schon so ein Teil, als sie noch cool waren.&#8221;</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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		<title>Betrogene Betrüger</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 19:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Topin Amour</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Weiten des Netzes]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits im Juni hat Mr. Blue über die Weltverbesserer von kino.to kinox.to hergezogen. Es ist Zeit, nachzudoppeln. Seit kurzem strahlt folgender Hinweis vom Olypmp der heroischen Rebellen gegen die kommerzielle Filmindustrie: Wichtiger Hinweis: Zur Zeit kursieren Seiten im Netz, die nicht nur die äußerliche Gestalt von Kinox.to kopiert, sondern auch jegliche Funktionalitäten nachgeahmt haben. Diese Seiten werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits im <a href="http://www.bedeutungslos.ch/2011/07/die-weltverbesserer-von-kinox-to/" target="_blank">Juni</a> hat Mr. Blue über die Weltverbesserer von <del>kino.to</del> <a href="http://kinox.to/">kinox.to</a> hergezogen. Es ist Zeit, nachzudoppeln. Seit kurzem strahlt folgender Hinweis vom Olypmp der heroischen Rebellen gegen die kommerzielle Filmindustrie:</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p><em>Wichtiger Hinweis: Zur Zeit kursieren Seiten im Netz, die nicht nur die äußerliche Gestalt von Kinox.to kopiert, sondern auch jegliche Funktionalitäten nachgeahmt haben. Diese Seiten werden von mutwilligen Betrügern betrieben, die höchstwahrscheinlich sämtliche Daten über die Seitenbesucher speichern und archivieren, um diese anschließend für missbräuchliche Zwecke einzusetzen.</em></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Ist das nicht dreist? Da gibt es doch tatsächlich Unholde, welche die Ideen – schlimmer, die Arbeit, die Werke – anderer Personen klauen, kopieren und im Internet für jeden zugänglich machen. Das wäre ja fast, wie wenn man sich mit der Kamera ins Kino setzen, den Film aufzeichnen und anscheinend im Internet weiterverbreiten würde. Aber halt, es ist natürlich nicht so, dass Kinox.to aus Eigeninteresse vor den Betrügern warnen würde. Schliesslich riskiert der getäuschte Kunde, sich einen Virus einzufangen oder seine Daten (gähn) an dubiose Personen zu verlieren.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 1.0em;"><br/></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Die zweite SVP-Schlappe</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 22:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dean Coontz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einer Woche hatte ich mich auf den DOK-Film «Die SVP-Schweiz» gefreut, der am Donnerstag auf SF1 ausgestrahlt wurde. Nicht umsonst. Es sollte die (unfreiwillige) Komödie des Jahres werden. Weise Voraussicht der Parteileitung also, erst gar nicht mit dem Produktionsteam des linken Staatsfernsehens zu kooperieren. Ein paar Dumme liessen sich dennoch finden &#8211; und gehörig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einer Woche hatte ich mich auf den DOK-Film «Die SVP-Schweiz» gefreut, der am Donnerstag auf SF1 ausgestrahlt wurde. Nicht umsonst. Es sollte die (unfreiwillige) Komödie des Jahres werden. Weise Voraussicht der Parteileitung also, erst gar nicht mit dem Produktionsteam des linken Staatsfernsehens zu kooperieren. Ein paar Dumme liessen sich dennoch finden &#8211; und gehörig vorführen. Teils aus Eigenverschulden, teils mit gütiger Mithilfe der Regisseurin Karin Bauer, die ihre Protagonisten zielgerichtet dahin lenkte, bis sie die polemische Aussage bekam, die sie hören wollte. Es ist ein Anti-SVP-Film geworden, die Objektivität der Macherin hat sich irgendwo zwischen dem Untertitel «Ein Volk im Reduit» und der Erwähnung von Heilands-Blocher verabschiedet.<br />
Wäre der DOK noch vor den Wahlen ausgestrahlt worden, die SVP hätte Mühe gehabt, auch nur auf 20% Wähleranteil zu kommen.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Die drei Portraitierten des Films würden auf einer fiktiven Radikalitäts-Leiste ganz unterschiedliche Positionen einnehmen. In der Mitte ansiedeln müsste man wohl Andrea Spycher, Gemeinderätin von Bülach. Die will zwar beim zweiten Kaugummi-Diebstahl einer zehnjährigen Nicht-Schweizerin das Kind mitsamt der Familie ausschaffen, merkt aber noch vor Beenden des Satzes, dass dies vielleicht doch eine Spur zu grausam ist. Gleichzeitig ist sie die Einzige, die ein bisschen kritisch mit den Vorgaben der Obrigen umgeht und nicht alles schluckt was ihr eingebläut wird. So spricht sie sich zum Beispiel gegen Christoph Blocher als Ständeratskandidat aus und hinterfragt nach erfolgter Wahlniederlage die Vorgehensweise der SVP (Im Gegensatz zu Natalie-wir-haben-keinen-Fehler-gemacht-Rickli). Andrea Spycher gibt unumwunden zu, dass sie als junge Person, insbesondere als Frau, bei der SVP ein gerngesehenes Mitglied ist um das Image der Partei zu verbessern. Noch lieber hätte man aber vermutlich, die Jungen und Frauen &#8211; und eigentlich auch alle übrigen &#8211; würden nichts anderes tun, als ihre angedachte Funktion einnehmen: den Körper und Geist für das Gedankengut der Schweizer Volkspartei hergeben um diese Hülle mit Befehlen von oben füllen zu lassen. So, wie es diese Frau bei der Wahl von Christoph Blocher zum Ständeratskandidaten demonstriert:</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p><img src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/10/svpmitglied1.jpg" alt=""style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" width="580" height="992" class="aligncenter size-full wp-image-5204" /></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Sowas lässt Andrea Spycher glücklicherweise nicht mit sich machen und schliesslich bleibt da noch die Hoffnung, dass ihre Tochter guten Einfluss auf sie nimmt &#8211; auch dieser Erziehungsweg soll möglich sein –, denn die findet, die fremdenfeindlichen Ansichten ihrer Mutter seien «ab und zu ein wenig lächerlich». Und während Andrea Spycher für ihre Kinder Shania, Kenny, Nick und Chris zu Mittag Lasagne kocht, zeigt sich, dass ihre fremdenfeindliche Borniertheit in der Namensgebung und Kulinarik an ihre Grenzen stösst.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>An Inkonsequenz wird sie aber noch um einiges von Peter Frei übertroffen, seines Zeichens Ortspräsident SVP/Dielsdorf. Er wettert gegen Ausländer, während am Nebentisch seine philippinische Ehefrau das Essen ausgibt. Er wettert gegen Ausländer, während in der Baracke im Hintergrund seine ausländischen Bauarbeiter-Kollegen das Pausenbrot essen und er wettert gegen Ausländer wenn vis à vis seines Wohnauses seine Frau und weitere Ausländerinnen das Hotel putzen. Wieso er trotzdem bei der SVP ist? Keine Ahnung, vielleicht weil er sich irgendwann in früheren Jahren mal dazu entschlossen hatte, weil es sich in seinem Umfeld so gehörte. Möglicherweise ist er auch nur noch deshalb in der SVP, weil er einfach nicht mehr aus dem Mail-Verteiler der Volkspartei rauskommt und so weiterhin in regelmässigen Abständen eine Auflistung zugeschickt erhält, wer wieviel Geld für die Partei gesammelt hat. Solche scharf formulierten Aufforderungen um Mitglieder einem Konkurrenzkampf zu unterziehen und unter Druck zu setzen, kannte ich bislang nur aus Sekten und selbst den Dorfpräsidenten beunruhigen sie. So geht er halt Tag für Tag weiter auf «Betteltour» um im Ansehen der Parteizentrale zu steigen. Sichtlich ungern, was für ein ehrenamtliches Parteiengagement schon mal eine tolle Voraussetzung ist.<br /> Sympathisch macht ihn trotz seinen verschrobenen Ansichten nicht zuletzt auch der Umstand, dass bei ihm Selbstwahrnehmung und Realität nicht exorbitant auseinanderdriften («Ich hätte vermutlich keine Schweizer Frau gekriegt»). Irgendwie wollte mir diese Assoziation aus dem Tierreich nicht mehr aus dem Kopf gehen:</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p><img src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/10/dog.jpg" alt=""style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" width="580" height="259" class="aligncenter size-full wp-image-5210" /></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Bei jemand anderem haben sich Selbst- und Fremdwahrnehmung längst auf Nimmerwiedersehen voneinander verabschiedet. Wo er noch richtig liegt: In der Tat ist er ein «bissiger, verdammter Schäferhund» (Ich persönlich hätte ja zu mehr Vorsicht geraten mit Schäferhund-Vergleichen im Hinblick auf die historische Vergangenheit dieses Tiers&#8230;). Hinzufügen müsste man bei Hans-Ulrich Lehmann aber noch, dass er nicht der &#8220;Siebensiech&#8221; ist für den er sich hält, sondern dass seine Attitüde vielmehr das Klischee des selbstgefälligen Nach-mir-die-Sintflut-Kapitalisten voll und ganz erfüllt. Glücklicherweise haben das auch die Wähler erkannt und so landet er trotz einer 200`000 Franken Wahlkampagne nur abgeschlagen auf dem 24. Listenplatz. Das dürfte an seinem Ego wohl genauso gekratzt haben, wie auch von Silvia Blocher nicht erkannt zu werden. Und das obwohl der 300-fache Millionär Lehmann Unsummen in die SVP-Parteikasse zahlt, während seine Mutter mit ihrer Flohmarkt-Bluse in der 50-jährigen Kachelplattenküche vor sich hin köchelt und dabei anscheinend weniger pekuniäre Liebe ihres Sohnes verdient hat als die SVP.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Wie in manchen Filmen so üblich gibt es auch in diesem Dokfilm eine Nebendarstellerin, die mit ein paar Sätzen den Hauptdarstellern die Show stielt. In diesem Falle ist es eine Kassiererin im Supermarkt, die selbstredend auch gegen Ausländer ist. Zwar &#8211; so erzählt sie &#8211; hatte ihr Sohn nur Ausländer als Kollegen und ihre Tochter ist mit einem Italiener verheiratet und der Ausländer, der zufälligerweise in der Schlange steht, sei «ein Flotter», aber man sei halt trotzdem gegen Ausländer. Erst im Verlauf dieser Ausführungen beginnt sie zu merken, dass ihre Erfahrungen mit Ausländern wohl eher das Gegenteil von Ausländerfeindlichkeit evozieren müssten und so konstatiert sie: Eigentlich bin ich gegen Gewalt. Wow, was für ein Paukenschlag. Diesen Slogan sollte man sich schon mal vorsorglich notieren, um ihn als Zugpferd bei den Wahlen 2015 zu verwenden, mit was sonst kann man heute denn noch 99.99% der Wählerschaft ansprechen?</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.5em;"><br/></div>
<p>Obwohl sehr einseitig, hat der Film auch seine guten Stellen. Die beste: als Andrea Spycher &#8211; angesprochen auf frühere Immigrationswellen &#8211; erklärt, die Portugiesen und Italiener hätten sich halt integriert und die Jugoslawen seien von der Kultur her anders, besonders wenn sie in Gruppen auftreten. Auf dieses Statement folgt eine Rückblende: Bülach 1970, selber Ort, vierzig Jahre zuvor. Zwei Off-Stimmen besorgter Schweizer erklären: «Zum Bischpil, wenn sie da z`Bülach z`Städtli z`durab laufed, ja, da ghörsch ja gopferdelli kein Schwiizer meh, ghörsch nur na Italiener.» und «Ja, wenn sie einzeln uftreted, denn mag ichs also ganz guet, nur wenn sie in Gruppe chömed, denn ischs immer e bsunderi Sach». Was sagt uns das? Integration braucht Zeit. Jede Generation hat ihre eigenen ausländischen Volksgruppen, die ihnen momentan Probleme bereiten, welche rückblickend aber an Heftigkeit verlieren. Und jede Generation hat darüber hinaus auch ihre eigenen Xenophoben, die auf den Plan treten. Geschichte wiederholt sich. Und wenn man das erkannt hat, sollte man sich mal um eine grundsätzliche Lösung für dieses anscheinend immer wiederkehrende Problem kümmern. Da reicht es nicht mehr aus, das Problem nur anzusprechen. Schon gar nicht mit rassistischen Parolen auf tausenden Plakaten. Und so schliesst der Film mit folgendem selbstreflektierenden Dialog, der Mut macht für kommende interparteiliche Lösungsfindungen:</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p style="padding-left: 30px;">Andrea Spycher: <em>«Vilicht simmir eifach zu provokativ. Und vill Lüüt möged das nüme verliide.»</em></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.3em;"><br/></div>
<p style="padding-left: 30px;">SVP-Mitglied:<em>«&#8230;eifach konstruktiver d`Schwiiz wiiterbringe, nöd nur degege, sondern au sägä wiemer d`Lösige hend.»</em></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.3em;"><br/></div>
<p style="padding-left: 30px;">Andrea Spycher: <em>«Ja, aber mir hend sie ja nöd!»</em></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p>Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
<p><object data="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/c914c765-9ea1-4a54-83cc-880c6a61415d" type="application/x-shockwave-flash" style="width:580px;height:350px"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/c914c765-9ea1-4a54-83cc-880c6a61415d"/><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c914c765-9ea1-4a54-83cc-880c6a61415d" alt="zum Videoportal des Schweizer Fernsehens">DOK vom 27.10.2011</a></object></p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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		<title>Wahlgedanken</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 05:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Blue</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Prozess, den man gemeinhin Leben nennt, hält ja durchaus ein paar Ironie-getränkte Wendungen bereit. Da wünscht man sich als postpubertierender Teenager nichts sehnlicher, als endlich 18 zu werden, um mit jedem folgenden Jahr den gegenteiligen Wunsch in sich wachsen zu spüren. Aber mein Gott, wollte ich 18 sein. Endlich über diese mentale und einst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Prozess, den man gemeinhin Leben nennt, hält ja durchaus ein paar Ironie-getränkte Wendungen bereit. Da wünscht man sich als postpubertierender Teenager nichts sehnlicher, als endlich 18 zu werden, um mit jedem folgenden Jahr den gegenteiligen Wunsch in sich wachsen zu spüren. Aber mein Gott, wollte ich 18 sein. Endlich über diese mentale und einst festgelegte Grenze hüpfen und ankommen, wo man glaubt hinzugehören: In die Erwachsenenwelt. Natürlich ohne die Pflichten und die genervten Stressgesichter, aber mit all den dazugehörigen Rechten. Alkohol, Autos, Zombies virtuell den Kopf wegballern und wählen gehen. 18 müsste man sein. </p>
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<p>Natürlich kam der grosse Tag irgendwann und auf die Vorfreude folgte ernüchternde Normalität. Da hatte sich nicht viel verändert. Und wenn doch, dann war die Realität mal wieder ein ziemlicher Spielverderber. Dem Alkohol folgte der Kater, vor, nach und während des Autofahrens türmten sich Kosten und wählen war irgendwie nicht so richtig spannend. Selbst kopflose Zombies verloren langsam ihren Reiz. Dabei schrieb ich als durchaus politisch interessierter Erwachsener im Beta-Stadium vor allem dem Wählen eine geradezu historische Bedeutung zu. Selbst über die wichtigen Dinge mitzubestimmen, die Politik, das Land und die Gemeinschaft mitzugestalten, endlich eine Stimme zu haben. Wichtig zu sein. Hihi. Die Welt war noch so wunderbar in Ordnung.</p>
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<p>In Wirklichkeit lagen plötzlich Wahlprospekte vor mir, mit denen ich oft nicht viel anfangen konnte. Oftmals, vor allem regionale Kleinigkeiten, die mich kaum bewegten. Und wenn dann doch mal ein Thema richtig brisant war, dann lief mir das Ergebnis so gegen den Verstand, dass ich begann am Schweizer Stimmbürger zu zweifeln. So kam es, dass ich nicht immer an der Urne war, obwohl ich die tiefe  Wahlbeteiligung nie verstanden hatte. </p>
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<p>Meine Stimmzettel für diesen Sonntag sind jedoch bereits verschickt. Wirklich einfach  war es wiedermal nicht. Richtig attraktiv erscheint mir keine Partei. Die meisten schliddern knapp am Prädikat «unwählbar“ vorbei. Und dann kenne ich von all diesen Politiker-Fressen (Entschuldigung, aber gewisse Gesichter lassen sich kaum anders beschreiben) nur die wenigsten. Geschweige denn all die Namen auf den Listen. Sowieso kann ich es kaum glauben, dass im Jahr 2011 noch so umständlich mit Listen und Handschrift gewählt wird. Das ginge elektronisch doch viel einfacher und Fehler könnte man auch keine machen. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
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<p>Auf jeden Fall solltet ihr es mir gleichtun. Ihr solltet über die Wahl nachdenken. «Das ist doch alles scheisse», ist kein legitimer Kurzschluss. Und wenn nach intensiven Gedankenpeitschen das Urteil immer noch steht, dann solltet ihr vielleicht etwas dagegen tun. Wählen zum Beispiel. Oder auf dem Paradeplatz campen. Selbst wenn ihr zufrieden seid, dürft ihr das durch eure Stimme zum Ausdruck bringen. Surft auf smartvote.ch und lasst euch Tipps geben. Macht euch Gedanken. Ihr könntet es schon bald bereuen, nicht einmal darüber nachgedacht zu haben.</p>
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		<title>Der Schwarze Peter</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 19:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Topin Amour</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Investmentbanking]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy Paradeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy Wallstreet]]></category>
		<category><![CDATA[Sergio Ermotti]]></category>
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		<description><![CDATA[Sergio Ermotti bricht sein Schweigen. In einem Interview mit dem Sonntagsblick nimmt er Stellung zu seiner Ernennung als CEO Ad interim, der Zukunft des Investmentbankings und seinen Panama-Aktivitäten. Er hätte es lieber sein lassen. Ich habe seine interessantesten Statements herausgepickt. Angesprochen auf seine mittlerweile abgestossene Beziehung zu Panama, lässt sich Ermotti zu folgender Aussage hinreissen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sergio Ermotti bricht sein Schweigen. In einem Interview mit dem Sonntagsblick nimmt er Stellung zu seiner Ernennung als CEO Ad interim, der Zukunft des Investmentbankings und seinen Panama-Aktivitäten. Er hätte es lieber sein lassen. Ich habe seine interessantesten Statements herausgepickt.</p>
<div id="attachment_5121" class="wp-caption aligncenter" style="width: 428px"><img class="size-full wp-image-5121" style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/10/schwarzerpeter.jpg" alt="" width="418" height="332" /><p class="wp-caption-text"><em>Der schwarze Peter wartet auf Sergio Ermotti. Bilder: Blick.ch</em></p></div>
<p>Angesprochen auf seine mittlerweile abgestossene Beziehung zu Panama, lässt sich Ermotti zu folgender Aussage hinreissen: <em>«Alles, was mit Panama zu tun hatte, war steuerlich immer voll deklariert. Abgesehen davon gibt es hier eine gewisse Doppelmoral. Die Schweiz ist reich geworden durch Schwarzgeld. Wenn wir überall einen Schwarzen Peter verteilen würden, wo unversteuertes Geld drin ist, wäre die ganze Bahnhofstrasse voll von Schwarzen Petern. In Zukunft wird sich das ändern.»</em></p>
<p>Genau. Take it easy! Auch in jungen Jahren hat sich der kleine Sergio so vor seinem Mami verteidigt: <strong>«Ich ha nüüt gmacht. Und diä andere händ au!»</strong> Was Ermotti nicht weiss: Übers Wochenende hat sich tatsächlich ein Schwarzer Peter am Paradeplatz eingenistet (siehe Foto). Und dieser wird sich nicht so leicht abschütteln lassen wie Kweku Adoboli.</p>
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<div style="font-size: 1em; line-height: 3.0em;"><img class="size-full wp-image-5127  aligncenter" style="border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" src="http://www.bedeutungslos.ch/wp-content/uploads/2011/10/ermotti.jpg" alt="" width="498" height="332" /></div>
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<p>Was läuft bei der UBS schief? Ein Aspekt: <em>«Es gibt bei der UBS immer noch zu viel Bürokratie. Da wird zu viel mit Kästchen gearbeitet, die man abhaken muss. Wir müssen etwas weniger Bürokraten sein.»</em><br /> Aha, nur nicht im Investment Banking. Oder hat Kweku Adoboli nach einer fix definierten Checkliste gearbeitet? Oder seine Chefs? Aber hey! Weg mit der Bürokratie, mehr Freestyle! Dann klappt das sicher besser mit dem Risk Management.</p>
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<p>Ermotti über <strong>Politik</strong>: <em>«Ich bin der Meinung, dass wir heute in der Schweiz mehr Politiker mit Fähigkeiten brauchen, nicht zuletzt im Management. Was ich definitiv nicht mag und nicht wähle, sind Politiker, die nur ihre Ideologie vertreten.»</em><br /> Genau. Immer diese Politiker mit ihren Ideologien. Die lassen nicht mit sich reden, sich nicht beeinflussen – geschweige denn kaufen. Auch hier: Ein bisschen mehr Lockerheit bitte.</p>
<div style="font-size: 1em; line-height: 0.8em;"><br/></div>
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