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Arrogant. Und das zu Unrecht.

«Arrogant. Und das zu Recht.» Unter diesem Slogan hat Reda El Arbi, Allesausprobierer und bekennender Narzisst, im letzten Jahr das Satiremagazin HauptStadt lanciert. Der Inhalt: pompöse Züri-Lobhudelei und gekonntes Scheiss-auf-den-Rest-der-Welt-Bashing. Klingt abgedroschen, war aber ganz gut. Zumindest sechs Ausgaben lang. Dann ist das Geld ausgegangen. Bereits die 6. Ausgabe hat sich verzögert. Per Mail hat El Arbi die Leserschaft informiert: «grund dafür ist eine neustrukturierung und refinanzierung des... mehr

Die doppelte Märchenstunde

Ganz egal wie sehr sich die Welt auch bemüht. Sie ist letztlich doch nicht so verschieden wie sie immer tut. In den Büros des grossen Hollywood geht es nicht anders zu und her, als hinter den Fleischtheken des heimischen Detailhändlers. An beiden Orten werden alte Produkte, beziehungsweise Geschichten hervorgekramt, kurz neu angestrichen und im überarbeiteten Gewand als frisch verkauft. Die Kulturindustrie steht der Charcuterie in nichts nach. Das Neuverpacken von altem Stoff nennt man im Filmbusiness ein Remake. Und... mehr

Die Sportart der Neuzeit

In einigen Lebensbereichen zählt nur eine Zahl und die kann einfach beziffert werden. Es geht nur um die Nummer 1. Es geht darum Erster zu sein. Nicht zweiter oder fünfter, sondern Erster. Dass dieses Denkmuster jeden Spitzensportler antreibt, wie Doping die Beine von Radrennfahrern, wusste schon Boris Becker und wahrscheinlich bereits die alten Griechen. So pflanzten sie in weiser Voraussicht auf die Verfettung der Menschheit den olympischen Gedanken als systemerhaltende Gegenmassnahme ins kollektive Bewusstsein. Wie... mehr

Betrogene Betrüger

Bereits im Juni hat Mr. Blue über die Weltverbesserer von kino.to kinox.to hergezogen. Es ist Zeit, nachzudoppeln. Seit kurzem strahlt folgender Hinweis vom Olypmp der heroischen Rebellen gegen die kommerzielle Filmindustrie: Wichtiger Hinweis: Zur Zeit kursieren Seiten im Netz, die nicht nur die äußerliche Gestalt von Kinox.to kopiert, sondern auch jegliche Funktionalitäten nachgeahmt haben. Diese Seiten werden von mutwilligen Betrügern betrieben, die höchstwahrscheinlich sämtliche Daten über die Seitenbesucher... mehr

Die zweite SVP-Schlappe

Seit einer Woche hatte ich mich auf den DOK-Film «Die SVP-Schweiz» gefreut, der am Donnerstag auf SF1 ausgestrahlt wurde. Nicht umsonst. Es sollte die (unfreiwillige) Komödie des Jahres werden. Weise Voraussicht der Parteileitung also, erst gar nicht mit dem Produktionsteam des linken Staatsfernsehens zu kooperieren. Ein paar Dumme liessen sich dennoch finden – und gehörig vorführen. Teils aus Eigenverschulden, teils mit gütiger Mithilfe der Regisseurin Karin Bauer, die ihre Protagonisten zielgerichtet dahin... mehr

Wahlgedanken

Dieser Prozess, den man gemeinhin Leben nennt, hält ja durchaus ein paar Ironie-getränkte Wendungen bereit. Da wünscht man sich als postpubertierender Teenager nichts sehnlicher, als endlich 18 zu werden, um mit jedem folgenden Jahr den gegenteiligen Wunsch in sich wachsen zu spüren. Aber mein Gott, wollte ich 18 sein. Endlich über diese mentale und einst festgelegte Grenze hüpfen und ankommen, wo man glaubt hinzugehören: In die Erwachsenenwelt. Natürlich ohne die Pflichten und die genervten Stressgesichter, aber... mehr

Der Schwarze Peter

Sergio Ermotti bricht sein Schweigen. In einem Interview mit dem Sonntagsblick nimmt er Stellung zu seiner Ernennung als CEO Ad interim, der Zukunft des Investmentbankings und seinen Panama-Aktivitäten. Er hätte es lieber sein lassen. Ich habe seine interessantesten Statements herausgepickt. Angesprochen auf seine mittlerweile abgestossene Beziehung zu Panama, lässt sich Ermotti zu folgender Aussage hinreissen: «Alles, was mit Panama zu tun hatte, war steuerlich immer voll deklariert. Abgesehen davon gibt es hier eine... mehr

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